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10 Jahre Klützer VolleyBulls e.V. (23.08.08)
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Ein ganzes Jahr Planungen, diverse Kalkulationen, unendlich viele geführte Gespräche – und dann war es soweit: der Klützer VolleyBulls e.V. feierte anlässlich seines 10jährigen Bestehens ein Jubiläumsfest. Bereits lange im Vorfeld stand klar, dass wir richtig Klotzen wollten, dass Kosten Nebensache waren und wir unsere Verbundenheit mit dem Klützer Winkel präsentieren wollten. Glücklicherweise konnten wir viele Firmen anregen, uns bei diesem Fest zu unterstützen, vorrangig sollte es nämlich ein Sport- und Kinderfest sein. Wir organisierten daher eine Hüpfburg, Bullriding, Kinderschminken, Stelzenlaufen, Torwandschießen und viele kleinere Spiele. Damit niemand verhungerte, haben wir zwei Schweine brutzeln lassen und sie zum Verkauf angeboten, für die Kids gab es zusätzlich Gratis-Kakao, für die Naschkatzen gab es Kuchen oder Wassermelonen. Auch hier wurde uns ein Großteil gespendet.
Hört sich alles prima an? Hätte es auch sein können. Das Einzige, was wir nicht beeinflussen oder planen konnten, war das Wetter. Und dieses machte uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Ohne zu untertreiben kann ich sagen, dass es den ganzen Tag regnete. Vielleicht pausierte die Wasserdusche mal für eine halbe Stunde, aber nur, um dann um so mehr einzusetzen. Natürlich kam daher leider kaum ein Elternteil auf die Idee, mit ihren Kleinen zu uns auf den Klützer Sportplatz zu kommen. Man kann es niemandem verübeln, denn der Platz war ohnehin längst überflutet. Zwar hatten wir im Vorfeld – weil wir Böses ahnten – bereits Zelte besorgt, aber gegen Dauerberegnung half natürlich nichts, wir gingen heillos baden. So ungerecht kann es zugehen. Das ganze Jahr haben wir euphorisch an dem Projekt gefeilt, wir haben einen großen Zusammenhalt über die Sparten hinweg symbolisiert, alle waren vor Ort um mit anzupacken, jeder zeigte selbstlos, dass er im Namen des Vereins einen ganzen Tag „opfert“ um dem Verein etwas zurückzugeben. Wenn es nicht so schade ist, dass das Fest nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, könnten wir stolz sein, dass unser Zusammenhalt so gut funktioniert.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich die abendliche Party, die – dann gewollt – ohne Publikum stattfinden sollte. Hier feierten wir dann sehr ausgelassen. Auch wenn es anfänglich etwas zäh war, drehten die Bulls (man möchte fast sagen PartyBulls) richtig auf. Unser gemietete DJ hatte ein gutes Gespür für die Tanzenden (und Singenden, und Hüpfenden, und Trinkenden, …) und leistete seinen Beitrag an dem ausgelassenen Abend. Über Stunden hinweg war die Tanzfläche gefüllt, lediglich um eine Raucherpause einzulegen oder den leer geworden Bier-, Wodka-, Havanna- oder Was-weiß-ich-Becher zu befüllen, wurde eine kurze Pause eingelegt. Bis weit in die Morgenstunden wurde gefeiert, bevor man dann fröhlich durch den noch anhaltenden Regen nach Hause schlenderte.
Fazit: ohne Spesen nichts gewesen? Nein, so kann man es nicht ausdrücken. Wir sind realistisch genug, um zu erkennen, dass das Kinderfest kein Erfolg war. Uns war im Vorfeld klar, dass es ein finanzielles Minusgeschäft werden würde, aber das haben wir gerne bewusst in Kauf genommen, schließlich investierten wir dieses Geld und unseren Einsatz in unser Image. Dass aber eben dieses niemand sah, da niemand dort war, ist das eigentliche Ärgernis. Dennoch gibt es Positives: Zum einen wissen wir nun, dass wir in der Lage sind, solch ein Projekt auch zu stemmen. Und weiterhin zeigt sich, dass unser Verein eben nicht nur ein Zusammenschluss von Volleyballinteressierten ist. Gemeinsam haben wir diesen Tag geplant und umgesetzt. Gemeinsam waren wir alle vor Ort und haben dem Wetter getrotzt. Gemeinsam sind wir eben die VolleyBulls.
Ein paar Fotos gibt es übrigens auch, diese finet ihr in der Galerie.